Touren in Wäldern: Begegnungen mit Jägern, Förstern

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    • @ gebirgspionier: So wie Du schreibst nehme ich stark an gehörst Du zu den Vernünftigen Deiner Zunft.

      Was ich jedoch nochmal betonen will ist, das wir nicht mal im Wald unterwegs waren, nicht querfeldein, nicht in einem Dickicht sondern auf einem Feldweg der ca. 20m ausserhalb des Waldes verläuft gegangen sind.
      Der Jäger kam nicht leise zu Fuß zu uns sondern mit seinem PS-starken und mehreren Litern Hubraum verfügendem Jeep, alles andere als Schrittgeschwindigkeit auf uns zugefahren und dann scheisst der MICH an weil ich hier ganz leise zu Fuß gehe...

      Also wie gesagt, das war für mich ein Vollpfosten der Jägerzunft, eine negative Ausnahme.
    • Der gute Pyro ist doch schon von vornherein negativ ggü Jägern eingestellt, schreibt er doch selber im ersten Post.

      Die Jäger schiessen doch alles ab, was denen vor die Flinte läuft und sind nur auf Trophäen aus.

      Die wenigsten wissen, was eine Jagdpacht kostet, welcher Aufwand damit verbunden ist (man darf eben nicht soviel Bambis killen, wie man möchte), evtl. muss man für Schäden, welche das Wild macht, zahlen, Jagdhaftpflicht usw.usf.
    • gebirgspionier schrieb:

      Das Wichtigste bei Allem ist aber dabei ruhig und sachlich zu bleiben, hier gilt "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück"!


      Genau so schaut es aus, wenn mir ein Jäger auf vernünftige Weise nahe legt ein bestimmtes Waldgebiet zu bestimmten Zeiten nicht zu betreten, am besten auch noch erklärt warum....dann bin ich der Letzte der darauf nicht eingeht!
      Alles Liebe aus Aachen
      LG Walter

      Wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten :!:
      Lieber ein Wolf Odins... als ein Lamm Gottes
    • Als erstes hätte ich mal ein Foto von seinem Beifahrersitz gemacht - seina Langwaffe lag mit Munition griffbereit am Beifahrersitz, dann hätte ich mir was von Nötigung, Beleidigung usw. einfallen lassen und hätte ne Anzeige gemacht.


      Da wärst du sogar zu einer Falschaussage bereit?

      Im Sturme fest

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Serval ()

    • DSS schrieb:

      Dann bist du die Ausnahme.


      was schade ist... genau wie der ewige Kampf "Wanderer gegen Biker" und umgekehrt.

      Da ich als beides, mal als Wanderer aber auch als Radwanderer in unseren Wäldern unterwegs bin, kenne ich beide Seiten.

      Eventuell ist dies der Grund warum, ich in der Regel mit der anderen Seite keine Probleme habe... an Engstellen mal Platz machen, oder ein freundliches "Grüß Gott" ... ein wenig das Tempo drosseln wenn man einen Wanderer

      überholt oder an einem Hund vorbei fährt....schon sieht das Leben doch viel besser aus.

      Ein guter Jäger sorgt mit dafür das der Wald, den ich so liebe, so ist wie Er ist. Warum soll ich nicht mit Ihm klar kommen, solange Er auch mich wie einen Menschen behandelt???

      Ist wie überall im Leben, "Jeden mit dem Respekt behandeln den Er verdient hat, gegenseitig ein wenig Rücksicht" schon ist doch Alles irgendwie zu regeln.

      Nur anmachen lassen von Jemandem der denkt Er dürfe Alles, oder Er wäre etwas Besseres, ne da kann dann auch ich fies werden.... aber auch nur dann.
      Alles Liebe aus Aachen
      LG Walter

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    • Serval schrieb:

      Als erstes hätte ich mal ein Foto von seinem Beifahrersitz gemacht - seina Langwaffe lag mit Munition griffbereit am Beifahrersitz, dann hätte ich mir was von Nötigung, Beleidigung usw. einfallen lassen und hätte ne Anzeige gemacht.


      Da wärst du sogar zu einer Falschaussage bereit?



      Das war anders gedacht als geschrieben. Mit einfallen lassen meinte ich mich den Vorfall jemand zu schilder der Ahnung hat von Recht und Gesetz und mich dann beraten zu lassen gegen welche Dinge der da alles verstöst. Beleidigt und Genötigt im kleinen Rahmen hat der uns ja auch schon, aber dann löste sich die Sache auf. Ich habe mit der Aussage zu keiner Sekunde an eine Falschaussage und an ein unwahres Szenario gedacht... also bitte... wir kennen uns nicht aber ich bin kein Lügner.


      DSS schrieb:


      Der gute Pyro ist doch schon von vornherein negativ ggü Jägern eingestellt, schreibt er doch selber im ersten Post.

      Die Jäger schiessen doch alles ab, was denen vor die Flinte läuft und sind nur auf Trophäen aus.

      Die wenigsten wissen, was eine Jagdpacht kostet, welcher Aufwand damit verbunden ist (man darf eben nicht soviel Bambis killen, wie man möchte), evtl. muss man für Schäden, welche das Wild macht, zahlen, Jagdhaftpflicht usw.usf.


      ... und ich habe in Beitrag Nr. 7 erklärt warum ich bei Jägern vorsichtig bin. Ich habe da kein Wort über die Abschüsse geschrieben - wo hast Du das wieder herausinterpretiert?

      Ich kenne 3 Jäger sehr gut, es sind Freunde von mir oder Feuerwehrkameraden und das beste Wildfleisch gibts bei denen, da scheiss ich jeden Supermarkt oder Metzger an. Warum soll ich was dagegen haben das Jäger auf die Jagd gehen und Tiere töten... Hallo ??? Ich bin kein Vegetarier!!!

      Und wegen der 3 Bekannten weis ich auch was dahinter steht und wie viel Schaden eine Rotte Wildsäue im Maisfeld oder Gerstenfeld anrichten kann.
    • Ich finde es erschreckend wie stark das Forum in den letzten Monaten/Jahren an Niveau eingebüßt hat. Öffentliche Hetze und Stammtischpolemik gepaart mit mangelnder Rechtschreibung und Provokation. Das ist in meinen Augen alles andere als positiv für die öffentliche Darstellung dieser Seite....

      Ich für meinen Teil habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Kommunikation zwischen Problemgruppen im Wald sehr stark von gegenseitigem Verständnis und der Wortlaut der Konversationen abhängig ist. Es gibt auf allen Seiten schwarze Schafe. Und wenn am Ansitz plötzlich ein Pilzsammler durch Unterholz schnauft und stolpert und meint: "Obs etz arg störn dad, wenner da aweng weitersammelt" dann ist das einfach so und man sollte versuchen ruhig und gelassen zu bleiben. (Kann danach ja immer noch was kommen) Aber wenn man bereits mit Bereitschaft zum Konflikt in so eine Konversation geht ist keiner der Parteien damit geholfen.

      Mein Senf zu "Jagdschutz" und "Jäger die sich aufführen": Ich finde, dass jeder Jäger das Recht hat Hundehalter darauf hinzuweisen in der Setzzeit oder im Winter ihre Hunde anzuleinen oder Joggern und Querfeldgängern in der Nacht nahezulegen aus Rücksicht aufs eigene Leben auf solche Abenteuer zu verzichten, da ihnen durch die jagdliche Ausbildung oftmals ein leichter Wissensvorsprung bezüglich Waldbiologie gegeben ist. Nur die wenigsten Hundehalter wissen, dass ihr Hund auch Rehe reißen kann und das auch tut, wenn er die Chance hat, oder dass der Schädel einer Wildsau 14 Zähne mehr als ein Löwe und vergleichbare Eckzähne hat und sie auch gerne angreifen, wenn ihnen ein Jogger nachts auf den Wurf steigt.

      Shoot with your mind.
      Wolf
      Es gibt keine zu schlimmen Gegenden. Man kann nur zu wenig Magazine dabeihaben.
      μολὼν λαβέ
      ...ist neugearig und geargantomanisch...
      Geargantomanie
    • als jäger noch folgende info: das führen der teilgeladenen waffe im eigenen revier ist durchaus erlaubt auch griffbereit im Kfz, selbst zur fahrt ins nahe gelegene revier (Entfernung gesetzlich nicht geregelt) erlaubt! bei der pirsch auch fertig geladen, nur zum besteigen von Hochsitzen und zum übersteigen von Hindernissen muss die waffe aufgrund der unfallverhütungsvorschrift entladen werden! Jäger sind keine Sportschützen!

      aus eigener Erfahrung muss ich sagen, wie ärgerlich es ist, wie und durch was man immer wieder bei der Jagd gestört wird, Mountainbiker die querfeldein ohne Rücksicht auf Naturschutz, Wegerecht etc. mitten durch den wald heizen, Spaziergänger die ihre Hunde im wald frei laufen und auch hetzen lassen etc.

      wer zu dämmerungszeiten oder bei nacht im wald oder am Waldrand unterwegs ist begibt sich selbst in Gefahr, wer weiß schon wo und wie weit der nächste Hochsitz entfernt steht und in welche Richtung der jäger dort gerade schießen wird. natürlich muss der jäger die sicherheitvorschriften vor dem schuss einhalten, aber Querschläger, geschoßteile etc. können trotz größter Vorsicht vorkommen.

      wer sich des nachts zu outdooraktivitäten, durchschlageübungen etc auf den weg macht sollte dies vorher bei der örtlichen Polizei oder gemeinde anmelden, damit diese die revierpächter informieren, so haben wir das bisher auch gemacht um auf nummer sicher zu gehen und es gab keine Probleme.

      natürlich ist es keine art wie dieser jäger reagiert hat, gegenseitige Aufklärung in einem vernünftigen Gespräch führt meist eher zum ziel. wenn ich der Dame mit dem schokobraunen Labrador erkläre sie möge den Hund bitte nicht unangeleint in den Feldern herumstreunen lassen weil die hasen oder rehe gerade gestzt haben, oder die bei uns seltenen Rebhühner wieder junge haben stoße ich auf wesentlich mehr verständniss!
    • GebSan schrieb:

      auch griffbereit im Kfz, selbst zur fahrt ins nahe gelegene revier



      Ist den Jägern, hier vom Forstamt (Gemeinde-Jagdaufsicht) verboten. Sobald öffentliche Wege im Stadtwald befahren werden, muss die Waffe entladen werden.


      GebSan schrieb:

      atürlich ist es keine art wie dieser jäger reagiert hat, gegenseitige Aufklärung in einem vernünftigen Gespräch führt meist eher zum ziel.


      Stimme ich zu 100% zu :thumbsup:
      Alles Liebe aus Aachen
      LG Walter

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    • Auszug $13 IV WaffG Entbehrlichkeit einer Waffenbesitzkarte und der Schießerlaubnis

      Führen ohne Erlaubnis

      ...Der Inhaber eines gültigen Jagdscheines darf eine...

      ...Waffe schussbereit und zugriffsbereit ohne Erlaubnis führen,

      - zur befugten Jagdausübung
      - zum Ein- und Anschießen im Revier
      - zur Ausbildung von Jagdhunden im Revier
      - zum Jagd- und Forstschutz

      ...Waffe zugriffsbereit, aber nicht schussbereit ohne Erlaubniss führen, wenn die Tätigkeit in anerkannter Weise als Folge oder Begleiterscheinung eines Bedürfnisses vorgenommen wird.

      Beispiel: direkter Hin- und Rückweg zum Revier, auf dem Weg liegende Besorgung (z.B.Post oder Bank)


      Beim Transport der Waffe zum Schießstand oder Büchsenmacher muss die Waffe jedoch ungeladen und nicht zugriffsbereit transportiert werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von GebSan ()

    • DSS schrieb:

      Auf welcher Rechtsgrundlage?


      Hausrecht der oben genannten Jagdaufsicht. Die Jäger sind hier (im Stadtwald) nur Gäste keine Vollwertigen Pächter. Sie haben aber auch nichts mit hege und Pflege zu tun, die übernimmt das Forstamt.

      Selbst Hochsitze usw... werden vom Forstamt errichtet. In den Privatwäldern und im Umland sieht dies wieder ganz anders aus.

      Im Nationalpark gelten dann wieder ähnliche Regeln wie im Stadtwald, nur das dort der Bundesforst, das sagen hat, und Jäger nur seltene Gäste. Die Jagdausübung erfolgt da zum größten Teil durch die beamteten Förster.
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      LG Walter

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    • DSS schrieb:

      Auf welcher Rechtsgrundlage können die das führen verbieten?


      wie oben schon geschrieben... "Hausrecht"... die Jäger sind hier nur Gäste... keine Pächter. Das Forstamt legt halt in "seinem" Revier die Regeln fest.

      Da es zu oft zu Rechtsstreitigkeiten wegen der Waffen und sich bedrohten Wanderern gab.. wurde halt so entschieden.
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      LG Walter

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    • GebSan schrieb:

      als jäger noch folgende info: das führen der teilgeladenen waffe im eigenen revier ist durchaus erlaubt auch griffbereit im Kfz, selbst zur fahrt ins nahe gelegene revier (Entfernung gesetzlich nicht geregelt) erlaubt!


      Das wundert mich sehr stark das dies hier in unserem Land nicht geregelt ist und man sogar auf einer Bundesstrasse mit griffbereiter Waffe und Mun am Beifahrersitz fahren darf. Hier besteht ja auch eine Unfallgefahr und die Waffe kann dann auch in fremde Hände gelangen. Um hier eine Gleichstellung mit anderen Gruppen zu haben gehört hier eigendlich nachgebessert....
      Ich habe mich heute diesbezüglich mit einem Jäger unterhalten da ich das einfach nicht so ganz glauben wollte... aber stimmt tatsächlich und ich bringe nun ein Originalzitat: " Sehr viele Beamte und Politiker sind Jäger, die legen sich keine Steine in den Weg und haben immer mehr als einen Freischuss".


      GebSan schrieb:


      wer zu dämmerungszeiten oder bei nacht im wald oder am Waldrand unterwegs ist begibt sich selbst in Gefahr, wer weiß schon wo und wie weit der nächste Hochsitz entfernt steht und in welche Richtung der jäger dort gerade schießen wird. natürlich muss der jäger die sicherheitvorschriften vor dem schuss einhalten, aber Querschläger, geschoßteile etc. können trotz größter Vorsicht vorkommen.


      Bevor ich auf einen Knopf drücke und als Feuerwerker eine Aktion auslöse muss ich einen ganzen Katalog an Fragen dokumentieren, Personen einweisen, Sicherheitsbereiche festlegen, eine Risikobewertung machen und auf viele Vorschriften achten. Bei geringstem Zweifel oder Änderung muss ich alles neu machen oder darf nicht handeln. Das ist schade das so wenige Politiker auch Feuerwerker sind...

      GebSan schrieb:


      natürlich ist es keine art wie dieser jäger reagiert hat, gegenseitige Aufklärung in einem vernünftigen Gespräch führt meist eher zum ziel. wenn ich der Dame mit dem schokobraunen Labrador erkläre sie möge den Hund bitte nicht unangeleint in den Feldern herumstreunen lassen weil die hasen oder rehe gerade gestzt haben, oder die bei uns seltenen Rebhühner wieder junge haben stoße ich auf wesentlich mehr verständniss!


      Der Jäger hat sich bei mir eben total disqalifiziert da er uns anmacht weil wir zu Fuß gehen am Waldrand und er fährt mit seinem Jeep am Wald und in den Wald rein. Wäre er zu Fuß gekommen, evtl. sogar mit einem Zeigefinger vor dem Mund um uns anzudeuten leise sein oder so und hätte uns dann normal gefragt wohin des Weges und wo wir noch hingehen wollen usw. und das er Jagen geht in dem Wald dann wäre das ganz anders rüber gekommen.